Monatsrückblick September

Huch, da stecken wir schon mitten im Oktober und ich hatte noch nicht einmal die Zeit und Ruhe, auf den Monat September zurück zu blicken!

Den größten Teil des Monats habe ich in Südamerika verbracht. Es war eine richtig tolle Reise und ich würde am liebsten direkt wieder losziehen. Nachdem ich wohlbehalten wieder in der Heimat angekommen war, gab es allerdings kaum Zeit, durchzuatmen. Zwei Tage später musste wieder alles gepackt sein, denn endlich hieß es: Steffi zieht nach Berlin!

So ganz eingewöhnt habe ich mich noch nicht. Mein Kopf scheint noch in Südamerika zu sein oder gar in Schottland. Oder vielleicht auch in irgendwelchen Umzugskisten. Obwohl da eigentlich gar kein Platz ist – schließlich sind die alle voll mit Diabetes-Krempel! ;-)

Diabetes im Alltag

Trotzdem schafft es der Diabetes momentan nicht so richtig an die Spitze meiner Prioritäten-Liste. Ich habe mich direkt so dermaßen in die Arbeit gestürzt, dass ich froh bin, wenn meine Werte mal einigermaßen stabil sind.

Die Herausforderung der nächsten Wochen wird also für mich, eine Balance zwischen Arbeit, Leben und Monster-Zähmen zu finden, bei der nichts davon zu kurz kommt und bei der es mir gut geht. Deshalb mache ich mir nun einen entspannten Sonntag mit meinen Lieblings-Serien, heißem Tee und viel Ruhe.

In letzter Zeit ist das Bloggen bei mir eindeutig zu kurz gekommen. Deshalb ist es mir sehr recht, dass morgen die diesjährige Diabetes Blog Woche startet! Sieben Tage, sieben Themen und jede Menge Schreib- und Lesestoff! Ziel ist es, die Themen von verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und Diabetes-Blogger und Leser noch stärker zu vernetzen. Also: Schreibt mit, lest mit und habt vor allem viel Spaß dabei! :-)


diabetes-blog-woche

Geschafft!

Uff! Die letzten Wochen waren wirklich nicht von schlechten Eltern. Sie waren geprägt von meiner Masterarbeit, Reisevorbereitungen und vor allem Stress! Mein Diabetes-Monster hat’s mir natürlich gedankt … ;-)


Nun ist es aber glücklicherweise vollbracht und meine Abschlussarbeit will nur noch korrigiert und benotet werden. Die letzten verbliebenen Stunden habe ich dann noch mit Besorgungen, Versicherungen und Impfungen verbracht – und das alles am liebsten schon in den neuen Wanderschuhen, damit die schon mal ordentlich eingelaufen werden.

An richtigen Sport war in den letzten Wochen allerdings nicht mehr wirklich zu denken. Mit frischen Impfungen und vor allem ohne Schlaf läuft es sich nun mal nicht gut und letztlich war auch ganz einfach keine Zeit mehr, auch wenn es mir sicherlich gut getan hätte. Auf Reisen bewege ich mich meist ohnehin mehr als genug, sodass ich mein Training ganz einfach fortsetzen werde, sobald ich wieder in der Heimat bin.


Am Mittwoch ging es dann also endlich los. Auf nach Südamerika! 5 Stunden Zugfahrt nach Frankfurt. Warten. 11 Stunden Flug nach São Paulo. Warten. 5 Stunden Flug nach Lima. Von Tür zu Tür waren wir wohl etwa 29 Stunden unterwegs. Am Flughafen wartete dann schon der Taxifahrer auf uns und im Apartment stand ein wunderbares Frühstück für uns bereit. Während der Anreise hatte ich kaum einen Wert unter 200 mg/dL – die Aufregung war einfach zu groß. Mittlerweile hat sich das Diabetes-Monster aber wieder beruhigt und ich kann meinen Urlaub genießen.

Mein erster Eindruck von Peru und Lima ist sehr, sehr positiv. Bunte Farben, freundliche Menschen und fantastisches Essen. So kann es gerne weiter gehen! Ich werde natürlich berichten – hier auf dem Blog, aber auch auf Facebook und Instagram! ;-)

Rezept: Sommerlicher Salat mit Wassermelone

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Und Wassermelone! Für mich gehört die Wassermelone einfach zum Sommer dazu. Allerdings ist sie für uns Menschen mit Diabetes ein ganz schöner Fiesling auf dem Obstteller, wie auch Ilka schon festgestellt hat. Mit einem Glykämischen Index (GI) von 70 kann der Zucker ganz schön schnell im Blut landen. Mein Zuckermonster bleibt am besten im Zaum, wenn ich die Melone nicht einfach pur verschlinge …

giphy

… sondern sie in einen sommerlich erfrischenden Salat verwandle.

Das braucht Ihr Dafür:

  • 1 halbe Melone
  • 1 Schlangengurke
  • 1 Packung Feta-Käse
  • 1 Handvoll frische Minze
  • Essig, Öl, Pfeffer, Salz

Diabetes Rezepte Salat Wassermelone Feta

Und so gehts:

Zunächst schneidet ihr Melone, Gurke und Feta in Würfel. Hackt die frische Minze in feine Stücke und vermengt sie mit den weiteren Zutaten. Nun würzt ihr den Salat mit etwas Essig, Öl, Pfeffer und Salz und garniert ihn mit einigen Minzblättern. Das war’s schon! So schnell zaubert ihr einen leckeren Sommersalat! Guten Appetit! :-)


2015-07-01 14.14.33Sommerlicher Salat à la PEP ME UP

  • Zubereitungsdauer: 5 – 8 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Kosten: 6 – 8 €
  • Kohlenhydrate: 100 g Wassermelone haben etwa 8 g Kohlenhydrate. Die weiteren Zutaten enthalten kaum Kohlenhydrate.

Genießt den Sommer mit allem, was er zu bieten hat! Und lasst es euch schmecken! :-)

Diabetes & Sport: Baby Steps #3

Was soll ich sagen? Sport tut mir gut.

Spürbare Erfolge

Wenn ich Freunden und Familie davon erzähle, dass ich wieder mit dem Sport angefangen habe, wird immer wieder automatisch davon ausgegangen, dass es dabei ums Abnehmen geht. Ich will hier nicht behaupten, dass ich nicht gerne ein paar Kilos loswerden würde. Das wäre ganz wunderbar! Aber darum geht es mir nicht. Ich möchte einfach nur wieder etwas fitter sein, mich wohler in meinem Körper fühlen, mir etwas Gutes tun. Und ich merke jetzt schon, dass mir dies gelingt.

Klar – die fehlenden Seiten meiner Masterarbeit tippen sich während des Laufens nicht von selbst und die Deadline verschiebt sich auch nicht plötzlich. Also bleibt der Druck und das nächtliche Zähneknirschen wohl auch. Aber dennoch kann ich wirklich sagen, dass ich durch den Sport ein klein wenig ausgeglichener bin. Die Zeit an der frischen Luft, in der ich einfach mal nicht man über meine Thesis grüble, ist eine willkommene Denkpause. Die Endorphine und der Stolz nach der geschafften Trainingseinheit sind die Belohnung. Tatsächlich merke ich  langsam auch, dass meine Blutzuckerwerte stabiler werden. Kann es wirklich am Sport liegen, dass meine BZ-Kurve teilweise wie glatt gebügelt ist?

Jetzt gilt: Motivation halten!

Langsam erreiche ich die schmerzhafteren Stufen meines Trainingsplans, halte aber bisher noch tapfer durch. Hoffentlich schaffe ich es, in den nächsten Wochen meine Motivation irgendwie aufrecht zu halten. Bisher wurde mir noch kein Lauf von einer Hypo oder Hyper versaut, das Monster läuft ganz brav mit, so wie meine Hunde auch! Und das Schmunzeln der Nachbarn wenn ich mich keuchend an ihnen vorbei schleppe, ignoriere ich trotzig. So sieht es eben aus, wenn frau Sport macht! ;-)

Diabetes & Reisen – Kurztrip nach Barcelona

Diabetes und Reisen – das verträgt sich ganz wunderbar! Ich merke immer wieder, wie gut es mir und meinem Zuckermonster tut. Klar, es birgt auch viele, viele Herausforderungen. Unbekanntes Essen, ungewohnte Temperaturen und massenhaft Bewegung können meinen Blutzucker schon mal verrückt spielen lassen. Aber das Reisen macht mich glücklich! Und wenn ich glücklich und zufrieden bin, lässt sich mein Monster leichter zähmen. :-)

Ich sitze momentan ja hauptsächlich zu Hause an meiner Master-Arbeit, also träume ich mich zurück und denke an meinen Kurztrip nach Barcelona im vergangenen Monat. Mit ein paar Freunden haben wir uns dort eine wunderschöne Wohnung im Viertel El Born gemietet und die Stadt in vollen Zügen genossen. Eine perfekte Auszeit von der Masterthesis!

Es wurde gesonnt und geschwommen, getanzt und gesungen, getrunken und gegessen. Das Wetter spielte mit und meine FRIO-Tasche musste ganze Arbeit leisten, um mein Insulin kühl und sicher zu halten. Auch auf dieser Reise bewies sich das Freestyle Libre mal wieder als Goldstück und schenkte mir Freiheit und Flexibilität. Selbst auf einem Tagesfestival am Meer konnte ich unbemerkt und unkompliziert immer wieder meine Glukosewerte messen, ohne das Feiern zu unterbrechen.

Besonders hilfreich war das Libre natürlich beim Essen. Wir haben kaum vollständige Mahlzeiten gegessen, sondern immer wieder hier und dort eine Kleinigkeit genascht. Klingt toll, ist aber für einen Menschen mit Diabetes nicht gerade unkompliziert. Mit dem Libre wurde das Schätzen zwar nicht einfacher, aber ich konnte doch immer wieder problemlos kontrollieren, ob ich richtig gelegen hatte. Und so konnte meine Zeit dort entspannt und sorgenlos genießen! :-)